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1 (1799)
Entstehung
Seite
192
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nen aufhalten, werfen sie ihn in den Flufs. DieseSitte im Betreff der Köpfe, und des Ausgiefsens desWeines beobachten die Aegypter allgemein bey jedemOpferthiere, und eben deswegen ifst kein Aegypter denKopf irgend eines lebendigen Wesens.

Die Auswahl und das Verbrennen der Opfer ist 40nach den Thieren verschieden. Deshalb will ich nurdiejenigen Gebräuche beschreiben, die sie bey demOpfer für ihre höchste Göttinn, die Isis, der sie auchdas prächtigste Fest feyern, beobachten. Wenn sie dagefastet und die Gebete vollendet haben, opfern sieeinen Stier, ziehen ihm die Haut ab, nehmen die Ein-geweide aus dem Bauch heraus, lassen die Eingeweideder Brust und das Fett daran sitzen, und schneidenihm dann die Beine, die Hüften, die Schultern undden Hals ab. Wenn dies geschehen ist, füllen sie denBauch mit reinen Broten, mit Honig, Weintrauben,Feigen, Weyhrauch, Myrrhen und anderm Rauchwerkan, und zünden es an, indem sie Oel im Ueberflussedarüber giefsen. Sie fasten immer vor dem Opferfeste,und bey dem Verbrennen der Thiere schlagen sie sich.Wenn das Schlagen vorüber ist, verzehren sie dieUeberbleibsel des Opfers.

Alle Aegypter opfern Ochsen und Kälber; aber 41Kühe dürfen sie nicht schlachten, weil sie der Isisgeheiligt sind. Denn auch der weiblichen Bildsäuleder Isis giebt man Kuhhörner, grade so wie die Helle-nen die Io abbilden, und alle Aegypter durchgehendsehren kein andres Thier so hoch, wie die Kühe. Des-wegen allein schon würde kein Aegypter, weder Mann

noch