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den Unterhalt ihrer Eltern zu sorgen, aher nie Töch-ter müssen es thun, auch wenn sie nicht wollen. —56 In allen Ländern lassen die Priester ihre Haare
wachsen, in Aegypten scheeren sie sich. — Bey andernVölkern ist es Sitte, dafs man sich bey dem Tode sei-ner nächsten Anverwandten sogleich das Haupt be-scheert, die Aegypter hingegen lassen in diesem Falleihr Haar wachsen, da sie es aufserdem so wohl amKopfe wie an den Wangen wegscheeren. — Die übri-gen Menschen sondern ihre Wohnung von der Woh-nung der Thiere ab, aber die Aegypter leben mit. ihnenzusammen. —- Andre Völker leben von Waitzen undGerste; den Aegyptern würde dies zur gröfstenSchandegereichen. Sie leben von Roggen, — Sie mengen denTeig mit den Füfsen, den Lehmen mit den Händen an,und mit den Händen schaffen sie auch den Koth weg. —Andre Völker lafsen ihre Schaamtheile wie sie sie vonder Nalur empfangen haben, während die Aegygter,und alle die es von ihnen gelernt haben, sie beschnei-den. — Jeder Mann hat bey ihnen zwey Kleider undjedes Weib nur eins. — Andre befestigen die Ringeund Seile an den Segeln von au.sfen, die Aegypter voninnen. — Die Hellenen schreiben und rechnen mitSteinen, indem sie die Hand von der linken zur rech-ten führen; die Aegypter, indem sie sie von der rech-ten zur linken führen, und dennoch behaupten sie,dafs sie gegen die rechte, und die Hellenen gegen dielinke Hand zu schreiben. Dabey haben sie zweyerleyArien von Schrift, wovon sie die eine die heilige, dieandre die gemeine nennen.