zieht das Wasser an sicli, und treibt es in die höhernHimmelsgegenden, dort empfangen es die Winde, zer-streuen es, und bringen es als Regen herab, und des-wegen bringen auch der Süd- und Südwestwind, dieaus diesen Gegenden herwehen, den meisten Regen.Aber alles Wasser, was die Sonne jedes Jahr aus demNil zieht, sendet sie, glaube ich, nicht, wieder herab,sondern behält vieles davon bey sich. — Sobald derWinter gelinder wird, kehrt die Sonne zur Mitte desHimmels zurück, und zieht dort das Wasser von allenStrömen, die bis dabin durch das viele Regenwasser,welches das Land anfeuchtet, und durchwühlt, ange-wachsen sind , auf gleiche Weise an sich. Dann wer-den, während des Sommers, wenn der Regen nach-l'äfst, und der Gott die Feuchtigkeiten hinaufzieht,alle Ströme klein. Aber der Nil, der keinen Regenerhalt, und doch von der Sonne angezogen wird, mufsvon allen Strömen der einzige seyn, der im Winternoch weniger Wasser hat, als im Sommer. Denn dann .wird er eben so, wie die andern Ströme, von derSonne angezogen, und mufs doch im Winter des neuenZuflufses entbehren. — Auf diese Weise scheint mirdiese Erscheinung von der Sonne abzuhängen;-
Eben so ist's, nach meiner Meyming, auch dieSonne, die die Luft in diesem Lande so trocken er- 2.Ghält; denn sie brennt sie bey ihren jährlichen Wande-rungen aus. — Sollten die Himmelsgegenden ihreLage einmal ändern, so dafs sich dort, wo sich jetztder Nord und Winter aufhält, der Süd und Mittagbefänden, und so umgekehrt, der Nord in Süden