Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
176
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den Wasserfällen in Aegypten und fliefst in' das Meer,indem er das ganze Land in zwey Theile theilt. Bisnach der Stadt Kerkasorus hinfliefst er in einem ein-zelnen Bette fort; dort aber theilt er sich in drey ver-schiedue Arme, wovon sich der eine gegen Morgenwendet, und die Pelusische Mündung heifst , derandre, den man die Kanonische Mündung nennt, sei-nen Lauf gegen Abend zu richtet, und der dritte Anngrade aus bis an die Spitze des Delta fliefst. Hiergiebt er von neuem zwey Arme ab, und ergiefst hier-auf sein Wasser, welches er noch immer in beträcht-licher Menge führt, unter dem Namen der Sebenniri-scheu Mündung in das Meer. Auch die andern bey-den Anne, die er abgegeben hat, führen ihr Wasserin das Meer, und heifsen, der eine die Saitische, derandre die Mendesische Mündung. Der Bolbitischeund Bukolische Arm sind keine natürliche, sonderngegrabene Mündungen.

Meine Meynung über die Gröfse Aegyptens finde igich auch noch durch einen Götterspruch des Amnionbestätigt, den ich erst erfuhr, nachdem ich schonmeine Meynung gefafst hatte: Einst schikten nämlichdie Bewohner der Städte Marea und Apis, die auf derLibyschen Grenze von Aegypten liegen und sich durchdie Religionsgebräuche, die ihnen das Kuhfleisch ver-boten, gedrückt fühlten, schickten Gesandte an denAmnion, und lieisen ihm sagen, sie wünschten vonallen Dingen essen zu dürfen, denn mit den Aegyp-tern hätten sie doch einmal nichts gemein, da sieausserhalb des Delta wohnten, Aber der Gott gab

ihnen