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Pferde haben eherne Brustschilder und goldene Zügel,Gebisse und Stirnbänder. Eisen und Silber gebrauchensie zu nichts, denn sie haben keins im Lande, hingegenGold und Erz in unernieislichem Ueberllusse.
Unter ihren verschiedenen Gebräuchen ist auch die-2iGser, dafs, obgleich sich jeder ein Weib zur Ehe nimmt,doch alle Weiber gemeinschaftlich sind. Denn das, wasdie Hellenen von den Scytben erzählen, findet man imGrunde allein bey den Massageten. Gelüstet es näm-lich einen Massageten nach einem Weibe, so hängt ernur seinen Bogen vor seinem Wagen auf", und beschläftsie ohne Scheu. — Ihr Leben kennt keine natürlicheGrenze. Denn ist einer von ihnen sehr alt geworden,so kommen seine Angehörigen, schlachten ihn mit meh-reren andern Thieren zugleich, braten das Fleisch undsyjeisen ihn so, und dies sehen sie wie die höchsteGlückseligkeit an. Stirbt einer an einer Krankheit, soessen sie ihn nicht, sondern verbergen ihn unter dieErde, und bedauern gar sehr, dufs ihm nicht das Loosßel, geopfert zu werden. — Sie säen nichts und lebenblofs von Rindvieh und Fischen, mit welchen letzterensie der Araxes reichlich versorgt; — ihr Getränk istMilch. — Von allen Göttern beten sie allein die Sonnean, und opfern ihr Tferde, um dem schnellsten Gotteauch das schnellste unter den sterblichen Wesen dar-zubringen.