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„übrigen Lande vorrücken werden-. Bleibst du der Sie-ger, so ist dein Sieg nicht so glänzend, als wenn du„über den Fluis gehst und die Massageten in ihrem„eigenen Lande auf ihrer Flucht verfolgest; denn ge-„wifs wirst du ' dich dann der Herrschaft der Tomyris„zu bemächtigen suchen. Und dies alles zu geschwei-„gen, bedenke nur, -wie schändlich, ja wie unerträglich„es seyn würde, wenn Cyrus, der Sohn des Kambyses,„vor einem Weibe aus seinem eignen Lande fliehen„müfste. Deswegen ist mein Rath der, dafs du so„weit vorrücken mufst, wie jene zurückweichen, und sie„dann zu besiegen suchest. — So viel ich weifs sind„die Massageten mit den Gütern, und den Annehmlich-„keiten des Lebens der Perser noch nicht bekannt.„Schlachtet also allerley Thiere, richtet sie köstlich zu„und bereitet im ganzen Lager ein grofses Gastmahl,„wobey ihr auch die Becher voll ungemischten Weines„so wie allerley andre Speisen nicht sparen «hülst„Dann besetze nur der schlechtere Theil des Heeres„das Lager, und die übrigen gehen an den Fluis zurück.„Denn, wenn ich nicht sehr irre, so werden sich jene„dem Genüsse der herrlichen Dinge, die sie vorfinden,„ganz überlassen, und wir werden Gelegenheit zu„grofsen Thaten erhalten.
30 8 So lauteten die verschiednen Meinungen, und Cyrusliefs seinen ersten Entschlufs fahren, und folgte demRathe des Krösus. Er liefs der Tomyris sagen, siemöchte sich zurück ziehen, weil er in ihr Land hin-
"*' über kommen wollte, und sie gieng wirklich so weitzurück, wie sie es anfangs versprochen hatte. — Cyrus