*54
neu sech.sz.ig Mündungen, nur eine ausgenommen , inlauter Sümpfe und Moräste. In diesen niedrigen Gegen-dein sollen Menschen wohnen, die rohe Fische essen,und sich in Häute von Seekälbern kleiden. Der eineeben erwähnte Arm des Araxes fliefst klar und hell indas Kaspische Meer.
Das 'Kaspische Meer besteht für sich allein, ohnesich mit dem andern Meere zu vermischen. Denn das-jenige, welches die Hellenen durchaus beschulen unddas Meer aufserhalb den Säulen, welches man das Atlan-tische nennt, so wie auch das Ery threische, sind zusam-mengenommen im Grunde nur ein Meer. Das Kaspi-sche Meer ist von diesen ganz getrennt und erfodert,205um es zu durchschiffen, für die Länge fünfzehn, fiirdie Breite dort, wo es am breitsten ist, acht Tage.Au seiner nördlichen Grenze, zieht sich der Kaukasushin, das ausgedehnteste und höchste aller Gebürge.Auf dem Kaukasus wohnen viele und mannigfaltigeVölker, wovon bey weitem die meisten von wildennianzen leben. Unter diesen Pflanzen soll auch eineseyn, deren Blätter sie zerrieben mit Wasser anmengen,und mit dieser Mischung dann Thiere auf ihre Kleidermahlen und diese Thiere, sagt man, giengen nicht aus,sondern würden mit dem übrigen Stoffe alt, grade alsoh sie hinein gewebt wären. Auch sagt man, dafs sichdiese Menschen öffentlich, wie die Thiere, begatten.
Demnach ist der Kaukasus also die westliche Grenze2o4des Kaspischen Meeres. Gegen Sonnenaufgang vondemselben ab, dehnt sich eine unabsehbare Ebne aus,welche gröfstentheils von den Massageten bewohnt