Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
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Sardo schiffen, und dort einen einstigen Staat für alleIoner gründen sollten. Dadurch würden sie die Knecht-schaft fliehen, und durch den Besitz der gröfsten Inselund durch die Herrschaft üher die übrigen, ein unge-mein reiches, glückliches Volk werden, da er imGegentbeil, wenn sie in lonien blieben, weiter keineFreyheit mehr für sie sähe. Dies war derRath, denBias ihnen in ihrer gegenwärtigen unglücklichen Lagegab. Früher Schon hatte ihnen Thaies, der Milesier,der eigentlich aus Fhönicien herstammte, sehr gut ge-rathen, da er ihnen zuredete, sie möchten in Teoneine gemeinschaftliche Regierung für alle Ioner nieder-setzen.. Denn Teon läge in der Mitte des Landes, unddie übrigen bewohnten Städte würden dadurch keines-wegs verkleinert und wie blofse Gauen angesehenwerden.i 7 i Nachdem Harpagus lonien unterjocht hatte, zoger wider die Karer, Kaunier und Lykier zu Felde,und liefs sich auf diesem Zuge von den Ionern undAeolern begleiten. Die Karer sind von den Inselnauf das feste Land herüber gewandert. Denn, wieauch die älteste Sage lehrte, waren sie ehmals demMinos unterworfen, und bewohnten unter dem NamenLeleger die Inseln, doch ohne ihm Abgaben zu ent-richten; denn sie bemannten nur dieses KönigesSchiffe, wenn er es verlangte. Und weil Minos inseinen Kriegen ungemein glücklich war, und sich vieleLänder unterwarf, erlangte das Karische Volk unterallen seinen Zeitgenossen den gröfsten Ruhm. Auchverdanken ihnen die Hellenen dreyerlei Erfindungen;

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