Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
122
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Faktyes thun müfsten, um sich den Göttern gefällig zubeweisen. Sie erhielten zur Antwort, dafs sie denFaktyes den Persern ausliefern sollten. Und schonwollte der grofse Haufe der Kym'aer dies thun, alsAristodikus, der Sohn des Heraklides, ein angesehenerMann der Stadt, sie noch zurückhielt, weil er demAusspruch nicht traute, und vermuthete, dafs die Ge-sandten die Wahrheit nicht sagten. Auch brachte eres würklich am Ende dahin, dafs man zum zweytenMale andre Gesandte, von denen er selbst einer war,abschickte, um das Orakel wegen des Paktyes zu be-fragen.

Bey ihrer Ankunft in Branchis nahm Aristodikusi59für alle das Wort und sprach: ,,Paktyes, o Herrscher, einEydischer Mann ist als Flehender zu uns gekommen,den gewaltsamen Tod bey den Persern entfliehend,und jetzt fodern ihn uns die Perser ab, und verlan-gen, dafs wir ihn herausgeben sollen. Nun fürchten,,wir zwar ihre Macht, haben aber noch nicht gewagt,den Flüchtling auszuliefern, bis du uns deutlich ge-sagt hättest, was wir thun sollen."

So sprach er; aber der Gott ertheilte ihnen die-selbe Antwort, und befahl ihnen den Paktyes aus-zuliefern. Hierauf that Aristodikus vorsätzlich folgen-des. Er gieng um den Tempel her, und nahm dieSperlinge und andere Gattungen von Vögeln, die sichNester dort gebaut hatten, weg. Während er diesthat, soll sich eine Stimme aus dem innersten Heilig-thume des Tempels gegen ihn gewendet, und ihm zu-gerufen haben:Du Frevler, wie wagst du es dies©