Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
115
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von dem Prytanäum in Athen herkamen, und die dochdie vornehmsten von allen seyn wollen, brachten nichteinmal Weiber mit in ihre neue Wohnplätze, sonder».heyratheten Karierinnen, deren Eltern sie umgebrachthatten. Deswegen machten es sich diese Weiber auchzum Gesetz, und verbanden sich alle durch einen Eid,den sie ihren Töchtern überlieferten, dafs sie nie mitihren Männern essen, noch sie bey ihrem Namen nen-nen wollten, weil sie ihre Väter, Gatten und Söhnegetödtet, und sie nach dieser That geehlicht hatten.Dies geschah zu Müet.147 Einige von ihnen wählten sich Lykier, Nachkom-men des Glaukus, des Sohnes des Ilippolochus, zu Kö-nigen; andere wählten Pylische Kaukonier, die vom Ko«drus, dem Sohne des Melanlhus, abstammten, und nochandre von beyden zugleich. Diesen ist am meisten andem Namen, Ioner, gelegen, und vielleicht sind sieauch ursprünglich ächte Ioner. Aber das sind nichtminder alle diejenigen, die von Athen herübergekom-men sind, und die das Fest der Apaturien feyern. Unddies Fest feyern alle Ioner, ausgenommen die Ephesier,und Kolophonier, die einer Blutschuld wegen keinenTheil daran nehmen.i43 -^ as Panionion ist ein nordwärts gelegener heili-ger Ort auf Mykale, der von allen Ionern gemeinschaft-lich, dem Poseidon Helikonius, geweiht ward. Mykaleselbst ist ein westliches ,-Vorgebürge des festen Lan-des, welches Samus gegenüber liegt. Dort versam-melten sich die Bewohner der Ionischen Städte, um