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Cyrus *) mit ihm umgegangen wäre. Voller Zorn giengArtembares mit dem Knaben zum Astyages, und versi-cherte ihn, dafs sie auf das unerträglichste behandeltwürden; „denn sieh nur! König," sagte er, solchenFrevel begeht der Sohn deines Rinderhirten an uns! 'und zugleich entblöfste er des Knaben Schultern.
Als Astyages dies sah und hörte, liefs er den Rin- J1 5derhirten sammt seinem Sohne holen, in der Absicht,ihn wegen des grofsen Ansehens, in welchem Artemba-res stand, zu bestrafen und sobald sie beyde angelangtwaren, sah er den Cyrus an und fragte ihn: „Hast du,„der Sohn eines solchen Mannes, gewagt, den Sohn des„Artembares, der meinem Throne so nahe ist, auf diese„schimpfliche Weise zu behandeln? Herr! antwortete„der Knabe, dies habe ich mit Hecht gethan. Denn„die Kinder aus meinem Dorfe, zu denen auch dieser,da gehört, hatten mich bey ihren Spielen zum Könige„erwählt, weil ich ihnen der schicklichste dazu zu„seyn schien. Die übrigen Knaben folgten meinen Be-fehlen, und nur dieser einzige hörte und achtete nicht„darauf, bis er gezüchtiget ward. Habe ich nun hie-„mit etwas Böses gethan, so stehe ich hier."
Während Cyrus noch redete, erkannte ihn Astyage^,n6an den Gesichtszügen _sowohl, die seinen eigenen zuähnlen schienen, als an der freyen Rede, und auch 'das Alter des Knaben schien mit der Zeit der Aus-setzung zusammen zu treffen. Er erschrack darüber so
*) Doch nannte er ihn hierbey nicht Cyrus, denn er trugdiesen Namen damals noch nicht, sondern den Sohn desRinderhirten, des Astyages.