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Indem der Rinderhirte dies sagte, deckte er demi2Knaben auf, und als das Weib das grofse, wohlgebil-dete Kind sah, brach sie in Thränen aus, unifafste dieKniee ihres Mannes, und hat ihn, dafs er es doch umalles nicht aussetzen möchte. — Allein er sagte, dafses ihm unmöglich sey, es nicht zu thun, denn es wür-den Kundschafter des Härpagus kommen, um das Kindzu sehen, und mit ihm würde es dann ein fürchterli-ches Ende nehmen , wenn er den Befehl nicht vollzo-gen hätte. — Als das Weib sah, dafs sie ihren Mannauf diese Weise nicht überreden könnte, sagte sie ihmjetzt: „Wohlan denn, da ich dich nicht dahin bewegen„kann, das Kind nicht auszusetzen, weil es durchaus„besichtigt werden soll, so höre mich und folge mei-„nem Rathe. Ich hin selbst auch niedergekommen, aber„mit einem todten Kinde. Dies nimm mit und setze es„aus. Den Sohn von des Astyages Tochter wollen wir„dann wie unser eignes Kind auferziehen. So /kann„man dich keines Ungehorsams wider deinen Gebieter„überführen,und wir werden ebenfalls nicht übel bera-„then seyn. Denn das todte Kind wird königlich be-„graben werden und das lebendige sein Leben be-halten."
Dieser Vorschlag seines Weibes schien dem Hirteniisden Umständen äufserst gemäfs zu seyn, und er befolgteihn augenblicklich. Er übergab ihr das lebende Kind,legte seinen todten Sohn in das Gefäfs, in welchem erjenes mitgebracht hatte, schmückte ihn mit den köst-lichen Kleidern, und trug ihn in den ödesten Theil desGebürges. Den dritten Tag nachher, liefs er einen sei-