„sen, wie bisher. Darum lafst uns einen König über„uns setzen! Dann wird das Land gut verwaltet wer-,,den, wir werden unsern Geschäften nachgehen kön-nen und uns doch nicht genöthigt sehen ausau-wan-dern." Hierdurch überredeten sie sie, die königliche98 Hegierungsform anzunehmen, und da man gleich anfiengzu überlegen, wem man diese Würde übertragen könnte,•ward Deiokes vor allen übrigen gerühmt und vorgezo-gen, so dafs man am Ende würklich dahin übereinkam,ihn zu wählen. —
Deiokes befahl ihnen gleich, ihm eine Wohnungzu bauen, die seiner Königswürde angemessen wäre, undseine Macht durch eine Leibwache zu unterstützen.Sie bauten ihm demnach einen grofsen und festen l'al-last in der Gegend des Landes, die er ihnen angewie-sen hatte, und überliefsen es ihm selbst, sich aus demganzen Modischen Volke Leute für seine Leibwacheauszusuchen. — Als er auf diese Weise die Herrschaftin seinen Händen sah, gebot er ihnen mit Vernachläs-sigung aller übrigen Ortschaften nur eine einzige Stadt zubauen, und auf deren Gründung alle Sorgfalt zu ver-wenden. Auch dies liefsen sich die Meder gefallenund hauten die grolsen und starken Mauern, die nunAgbatana genannt werden und wovon immer die einedie andre im Kreise umgieht. Diese Mauern sind sogebaut, dafs der eine Kreis nur um soviel, wie dieHöhe der Brustwehre betrogt, über den tiefern hervor-ragt, und der Platz selbst ist dieser Bauart sehr gün-stig, weil er einen Hügel bildet. Doch hat der Fleifsnoch mehr dabey gethan; denn der Mauern sind sieben,
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