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sten Rechtsfällen, und hatte sich diesem Geschäfte ge-widmet, weil die Gesetze in Medien wenig galten, under wufste, dafs den Rechtschaffnen die Ungerechtigkeitzuwider ist. — Als die Einwohner seines Dorfes seineHandels weise sahen, wählten sie ihn zum allgemeinenSchiedsrichter, und er, der immer seinen Zweck, einstzu herrschen, im Auge behielt, betrug sich grade undgerecht. Dadurch erlangte er bey seinen Landsleutenbald einen grofsen Ruf. Die Bewohner der andernOrtschaften, die vorher in ungerechte Entscheidungenverwickelt gewesen waren, kamen von seihst, zu ihm,tun ihre Streitigkeiten schlichten zu lassen, weil siehörten, dafs er ein Mann wäre, der blofs nach demHechte urtheilte, und zuletzt wendeten sie sich anniemand anders mehr. Da aber immer mehrere kamen, 97die vernommen hatten, dafs die Sachen hier nach ih-rem wahren Verhalten abgeurtheill: würden, und Deio-kes nun sah, wie alles auf ihn beruhte, so erklärte er,dafs er sich nicht mehr wie bisher vor sie hinsetzenund Recht sprechen wolle. Denn ihm brächte es nichtden mindesten Vortheil, wenn er das Seine vernach-läfsigte, und seine Nachbaren den ganzen Tag überrichtete. — Alsbald ergaben sich in den Dörfern Räu-bereyen und Ungerechtigkeiten, weit mehr wie zuvor,so dafs sich die Meder versammleten, und sich berat-schlagten, was sie bey sogestalteten Sachen anfangensollten. Und, wie ich glaube, müssen die Anhängerdes Deiokes bey dieser Gelegenheit ungefähr so gere-det haben: „Es ist unmöglich, dafs wir das Land fer-ner bewohnen können, wenn wir alles so gehen las-sen,