Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
69
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und umgaben ihn haufenweise, bis er sagte, wie ein-stens ein Athenienser, Namens Solon, zu ihm gekom-men wäre, der alle seine Schätze, die er ihm hätte zei-gen lassen, verachtet hätte; alles, was jener gesagthabe, wäre ihm nun in Erfüllung gegangen, obgleicher nicht sowohl ihn allein damit gemeynt halte, alsdas ganze menschliche Geschlecht, und vorzüglich die-jenigen darunter, die sich selbst für glücklich hielten.Dies sagte er, als der Scheiterhaufen schon angezündetwar, und seine äufsersten Enden schon brannten. UndCyrus änderte, da er durch den Dolmetscher die Wortedes Krösus erfuhr, seinen Entschlufs. Er bedachte,dafs er selbst ein Mensch wäre, und nun einen an-dern Menschen, der mit nicht geringern Glücksgüternwie er begabt gewesen wäre, zum Scheiterhaufen ver-dammt hätte. Und weil er auch die Rache der Götterfürcbtete, uud es vor sich sah, wie wandelbar dasmenschliche Schicksal sey, so befahl er, dafs man soschnell wie möglich das brennende Feuer löschen undden Krösus nebst seinen Gefährten vom Scheiterhaufenherabsteigen lassen sollte. Aber nun war es zu spät,und aller angewandten Mühe ohnerachtet konnte man37 dem Feuer nicht mehr Meister werden. Da soll, wiedie Lyder erzählen, Krösus, der von der Sinnesändrungdes Cyrus gehört hatte, und "alles mit dem Löschender nicht mehr zu dämpfenden Flamme beschäftigt er-blickte, laut aufgeschrien, und den Apollon um Hülfeangerufen haben; dafs er ihm doch, wenn er ihm je-mals ein angenehmes Geschenk dargebracht hätte, bey-stehen, und aus der gegenwärtigen Gefahr befreyen