Syrier, die sich doch nichts gegen ihn hatten zu Schul-den kommen lassen, aus ihren Wohnsitzen. — ludes-sen sammelte Cyrus sein Heer, und gieng, nachdem ersich noch durch alle zwischeiigelegne Völkerschaftenverstärkt hatte, dein Krösus entgegen. Doch schickteer noch vor seinem Ausmarsche Gesandte zu den Io-nern, um sie zum Abfall von dem Krösus zu bewegen,aber die Ioner gaben ihrem Antrage jetzt kein Gehör.
Kaum war Cyrus angelangt und hatte dem Krösusgegenüber sein Lager aufgeschlagen, so wurden dieHeere im Pterischen Lande miteinander handgemein.Das Treffen war hitzig, und es fielen viele auf beydenSeilen; aber am Ende trennte sie die einbrechendeNacht, ohne dafs eine der beyden Part.heyen sich des77 Sieges hatte rühmen können. Krösus warf die Schulddieses zweydeutigen Erfolgs auf die Schwäche seinesHeeres, welches in der That weit unbeträchtlicherwie das feindliche, war. Da ihm also Cyrus am fol-genden Tage keine Schlacht anbot, zog er nach Sardiszurück, mit dem Vorsatz, seine lumdsgenossen, dieAegypter, Lacedämonier und Babylonier *) zu Hülfezu rufen. Erst wenn er diese mit sich vereinigt, undsein eignes Heer wieder auf die Beine gebracht habenwürde, gedachte er, nach Verflufs des Winters, gleichmit dem kommenden Frühling den Krieg gegen diePerser zu erneuern. Er schickte also gleich nach sei-
*) Denn er haue noch früher, wie mit den Laccdämoniern,ein Biindniis mit dem Könige von Aegypten, Amasis,geschlossen, und t ben so mit den Babylonier», welchedamals Labynetus beherrschte.