Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
56
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um seinen Schutz. Kyaxares nahm sie anfangs gütigauf. und bewiefs ihnen sogar so viele Ächtung, dafs erihnen Knaben übergab, die sie in ihrer Sprache undim Bogerischielsen unterrichten mufsten. Sie zogenindessen häufig auf die Jagd, und -pflegten jedes-mal einige 15eule mit zurückzubringen: Da es sichaber einstmals zutrug, dafs sie mit leeren Händen wie-derkehrten, winden sie deshalb vom Könige, einem,wie er sich zeigte, jähzornigen Manne, hart und schimpf-lich behandelt. Und weil sie diese Begegnung nichtverdient zu haben glaubten beschlossen sie aus Hacheeinen, von den ihnen zur Lehre übeigebnen Knabenzu zerstückeln, und zubereilet, wie sie gewöhnlich dasWildpret zubereiteten, dem Kyaxares gleich einerBeute, die sie auf der Jagd gemacht hätten, zu überge-hen; dann wölken sie so schnell wie möglich zumAlyattes, dem Sohne des Sadyattes nach Sardis fliehen.Dies geschah. Kyaxares und seine Gäste kosteten dasFleisch, und die Scythen begaben sich nach vollbrach-ter That als Flehende zum Alyattes,

Hierauf geiiethen die Lyder und Meder, weil 74Alyattes dem Kyaxares die Scythen nicht auf sein Be-gehren herausgeben wollte, in einen Krieg, währenddessen die Meder die Lyder und die Lyder die Mederhäufig besiegten, und eine Schlacht auch in der Nachtgefochten ward. Da sie auf diese Weise den Kampfmit gleichem Glücke bestanden, ergab es sich im sechs-ten Jahre, eben als sie einmal auf einander gestofsenyraren, und schon im Begriff standen, sich zu schlagen,