5*
sicli nun schon den gröfsten Theil des Beloponnesunterworfen.
Als Krösus dies alles erfuhr, schickte 1 er Boten mit 69Geschenken nach Sparta, und hielt um die Bundsge-nossenschaft der Lacedämonier an. Er hatte diesenGesandten aufgetragen, was sie sagen sollten und dem-nach sprachen sie bey ihrer Ankunft also: ,,Uns sen-det Krösus, der König der Lyder und andrer Völker,„und dies sind seine Worte: Lacedämonier, da mir„der Gott gerathen hat, ich sollte mir die Hellenen zu„Freunden machen, so wende ich mich, weil ich ver-nehme, dafs ihr das mächtigste Volk unter ihnen„seyd, dem Götterspruch zufolge an euch, um ohne„Falsch und Arg euer Freund und Bundsgenosse zu„werden." So lautete die Bolschaft des Krösus, unddie Lacedämonier, die schon von der Antwort desOrakels an ihn gehört hatten, freuten sich der Ankunftder Lyder, und liefsen sich feyerlich in Freund- undEundsgenossenschaft mit ihnen ein. Sie zeigten sichum so geneigter dazu, da Krösus ihnen schon frühereinige Gefälligkeiten erwiesen hatte. Denn als dieLacedämonier nach Sardis schickten, um Gold zu derBildsäule des Apollons, die nun zu Thornax in Lako-nien steht, einzukaufen, gab Krösus es den Gesandten 'zum Geschenk. Also dieser Gefälligkeit wegen, und 79weil er sie vor allen übrigen Hellenen zu seinen Freun-den auserkohren hatte, nahmen sie die Bundsgenossen-schaft an, und versprachen, dafs sie ihm auf sein Be-gehren Hülfe leisten wollten. Ueberdiefs liefsen sieihm auch noch einen ehernen Becher verfertigen, des-