Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
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alle Städte des jetzigen Hellas hervor. Als die Fhöni- 'cier dorthin kamen, legten sie ihre Waaren zum Ver-kaufe aus, und am fünften oder sechsten Tage nachher,als sie schon heynahe alles verkauft hatten, kam eineMenge Weiber und unter diesen auch des KönigesTochter, die sie, eben so wie die Hellenen, Io nen-nen, an das Meer. Sie traten an das Hintertheil desSchiffes, und kauften die Waaren ein, die ihnen ammeisten gefielen. Während dessen aber verabredetendie Phönicier einen Uebetfall und führten ihn aus. -Diemeisten Weiber entflohen; doch Io und die übrigenwurden gerauht, in die Schiffe geworfen und so nachAegypten gebracht.

Auf diese Weise soll Io, wie die Persische Sage 2behauptet, nach Aegypten gekommen, und dies der Ur-sprung der wechselseitigen Beleidigungen gewesenseyn; die Phönicier stimmen indessen hierin nicht mitihnen überein. Nachher erzählen jene weiter, kameneinige Hellenen, deren Namen sie nicht wissen, nachTyrus in Phönicien, und raubten des Königes TochterEuropa. Vermuthlich waren dies Kreier, und durchihre That ward nur Gleiches mit Gleichem vergolten.Aber nun wurden die Hellenen Urheber, des zweytenFrevels. Denn sie fuhren in einem grofsen Schiffenach Aea in Kolchos am Phasisstrome, und raubten,nachdem sie schon alles, warum sie gekommen waren,vollfülnt hatten, des Königes Tochter Medea. Daraufschickte der König der Kolcber einen Herold nachHellas, foderte seine Tochter zurück, und überdiesnoch Genugthuuug, wegen des Raubes. Doch die