Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
54
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54Obertheil ist braungrau, und der Schwanz zie-gelroth. Unter allen Singvögeln behauptet ihreStimme mit Recht den Vorzug. Sie wohntnahe an den Städten und Dörfern, in denGärten und Laubhölzern, und macht den Ein-wohnern überall die Frühlings Abende durchihren melodischen Gesang sehr anmuthig; alleinnur 4 Wochen singt sie ununterbrochen, 4 Wo-chen nur des Nachts, und die lezte 4 Wochengar nicht mehr, da sie uns denn wieder ver-läst. In den ersten 4 Wochen legt das Weib-chen 4 6 bräunlich angelaufene Eier. Esbauet sein Nest in einem zusammengelegten Rei-fighaufen, oder in einem Dornbusch ganz nie-drig, oder auch auf bloser Erde, wenn der Ortgut umwachsen ist. Die Jungen verlassen dasNest, ehe sie fliegen können, und so sezt sich einjedes in einen besondern Busch, um sich vonden Alten vollkommen großfüttern zu lassen,weil ihnen von Raubthieren sehr nachgestelltwird. Ihre Nahrung besteht aus Insekten,Insekten=Eiern, Ameiseneiern, Holzwürmernund Fliegen, sie wird daher dem Menschen sonüzlich als angenehm.Der Mönch (Motacilla atricapilla) dieschwarze Grasmüke, ein kleiner Vogel von derGroße