Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
46
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46Der Grünspecht, (Picus viridis) so auchhier in den Holzungen wohnt, ist ohngefährvon der Größe einer Taube, 12 Zoll lang, derSchnabel und die Füße, sind denen des Schwarz-spechts gleich, er ist von Fabbe grünlich blei-farbig, die Klauen schmuzig aschgrau, derAugenstern ist fleischfarbig mit einer hellbraunenEinfaſſung um die Pupille. Die Zunge hat5 Zoll, ist rund und mit einer Hornspize, diezurükstehende harte Haken hat, versehen, wo-durch die Inselten fest angeheftet werden, ziehtsich am diken hintern Ende wie eine Scheideein, in welcher sich eine, wie Leim klebendeFeuchtigkeit befindet, die ihm beim Insekten-Fang nüzlich ist. Der Oberkopf ist bis in denNaken glänzend carmoisinroth, mit durchschim-merndem schwärzlich aschgrauen Grund. DerLeib ist ebenher glänzend, olivenfarbig grün,wird am Schwanz glänzend grüngelb, der weis-gelbliche Bauch iſt mit ſchwarzen undeutlichenWellen in die Queere durchzogen, wo er hierund da auch mit Grün besprizt ist. Er schreitoft: Jäk; er ziehet nicht weg, hält sich vor-züglich gern in Eichen= und Buchholzungen auf,und nistet, wie alle Spechtarten in hohlen Bäu-men. Das Weibchen, welches weniger Rothauf dem Kopfe hat, legt 5 bis 6 weisse spizigeEier,