394Text. Ephes. V. 15, 16.So sehet nun zu, wie ihr vorsichtig-lich wandelt, nicht als die Un-weisen, sondern als die Weisen.Und schicket euch in die Zeit, dennes ist böse Zeit.Der Apostel Paulus ermahnet in diesem Ka-pitel die Epheser, von den Wohlthaten desChristenthums einen würdigen Gebrauch zu ma-chen. Das, sagt er ihnen, könnten sie auf kei-ne andere Weise thun, als wenn sie nach denVorschriften desselben, rechtschaffen und tugend-haft lebten. Dadurch allein würden sie es mitder That selbst beweisen, daß sie der Finsternißdes Aberglaubens und Unglaubens entrissen wä-ren, und durch diese heilige Lehre neue Kräftezum Guten, zur Beförderung ihrer wahren Voll-kommenheit und Glückseligkeit erhalten hätten.Ihrer Rechtschaffenheit und Tugend, so wieüberhaupt der Beförderung und Verbreitung desGuten, stehe aber nichts so sehr entgegen, alsdie Zeit selbst, die er böse nennt, oder die da-mahls allgemein herrschende unsittliche, zu im-mer größerem Verderben führende, Sinnes undDenkart. Er vermahnet sie, sich in dieseZeit dadurch zu ſchicken, daß ſie vorſich-tig und weise darinn wandelten, oder,mit andern Worten, ihre besseren, edleren Ge-sin-
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3 (1800)
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