382setze doch ein so voreiliges Vertrauen in seine Tu-gend. Denn dieses, so wie der Mangel an Wach-samkeit über das Herz und die Neigungen, hatdie Welt um uns her, elend gemacht. Die Ge-schichte und Erfahrung sollten uns Vorsicht undWeisheit einflößen, wenn es Vernunft und Re-ligion allein nicht mehr können. Mit thänenvöl-len Augen sah' einst der Prophet Elisa, denHaſael, einen Diener des Syriſchen KoͤnigesBen Hadad an. Da sprach Hasael: war-um weinet mein Herr? Er ſprach: Ichweiß, was Uebels du den KindernIsrael thun wirst; du wirst ihre festenStädte mit Feuer verbrennen, und ih-re junge Mannschaft mit dem Schwerdterwürgen, und ihre junge Kinder töd-ten, und ihre schwangere Weiber zer-hauen. Voll natürlichen und edeln Abscheuesgegen solche Laster, antwortete der damahls nochunverdorbene Hasael: Was ist dein Knecht,der Hund, daß er solches große Dingthun sollte? Elisa sprach: Der Herrhat mir gezeiget, daß du König zu Sy-rien seyn wirst. Und als er das ward,verübte er, in der Fülle der Macht, alle dieGrausamkeiten an dem israelitischen Volke, diewir ihn hier so nachdrücklich verabscheuen sehen.Wie? wenn man es einem großen Theile vondenen, die in unseren Zeiten so laute Klagenüber
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3 (1800)
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382
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