375schlechteste, oft ihre eigenthümlichen Vorzügehat. Keine ist bisher ganz vollkommen gewesen,und keine wird es je werden. Keine hat bishernoch den Wünschen und Bedürfnissen von allenentsprochen, und keine wird ihnen, so langeMenschen Menschen bleiben, völlig entsprechen.Die Mängel und Gebrechen dieser oder jenerStaatsverfassung aufzusuchen und zu finden, istin unseren Zeiten leichter als sonst. Denn nieward mehr über dieselben geschrieben und ge-sprochen, und nie war das Bestreben sie kennenzu lernen allgemeiner und rastloser. Ein Glückists immer, wenn nicht auch das noch unter ih-re Anzahl gerechnet wird, was in sich und nachden Umständen Vorzug oder Vortheil ist undbleibt. So leicht indessen in unserem Zeitalterdas traurige Geschäffte jene aufzusuchen und zufinden ist oder gemacht wird, so schwer bleibtdas andere, sie zu heilen. Das leichteste vonallen ist ohnstreitig, unter gewissen Verhält-nissen, die ganze Verfassung mit allen ihrenVorzügen und Mängeln zu stürtzen, so wie esdas ſchwerſte Stück menſchlicher Weisheit undKraft bleibt, eine andere und vollkommnere da-für zu errichten. Denn dazu wird ein Zusam-menfluß der günstigsten Umstände erfordertNur Männer von der größten, vielumfassendsteneisheit, von der tiefsten Einsicht in die Na-tur, in die natürlichen und gesellschaftlichenVer-Aa 4
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3 (1800)
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