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373willige und mit Wohlgefallen unterhaltene Ver-blendung, versenkten. Diese Bemerkung ist frey-lich traurig, und bringt dem menschlichen Ver-stande keine Ehre. Aber sie ist wahr, und bey-nahe auf die tägliche Erfahrung gegründet. Diebeyden, in unserem Zeitalter ohnehin allgemeinherrſchenden Leidenſchaften, Eitelkeit und Eigen-liebe, erzeugen diese für jeden Menschen so an-genehme und so unglückliche Täuschung. Sielassen ihn mehr von seinen Kräften und von sei-ner Tugend erwarten, als jene und diese zuleisten vermögen. Sie verwickeln ihn durch denvermessensten Wahn, oft in Unternehmungen,deren gefahrvolle Beschaffenheit er gewöhnlichalsdann erst entdeckt, wenn er nicht mehr zurück-treten kann, sondern, es koste was es wolle,den unternommenen Kampf auskämpfen muß.Sie machen ihn taub gegen alle Belehrungenund Warnungen der Vernunft, der Religion,der Erfahrung. Sie sind ihm besonders auch inAnsehung des Gegenstandes von welchem wirhier reden, im höchsten Grade gefährlich, undlassen ihn da manches von seinen Kräften undvon seiner Tugend erwarten und versprechen,was diese auf der Probe, nimmermehr leisten.O wie mancher beseufzet jezt das tiefe, unüber-sehbare Elend, in welches er sich und anderedurch Aufruhr und Empörung gestürtzt hat, wo-zu er doch so geneigt war, weil er von seinenKräf-Aa 3