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357Aufruhr und Empörung sind an sichunerlaubt.Aufruhr und Empörung sind in sichgefährlich.Aufruhr und Empörung sind ganzunchriſtlich.Ich rede hier nicht vom Widerstande gegenUnterdrückung, gegen ungerechte und tyrannischeBefehle, wenn ihn Pflicht und Gewissen gebie-ten. Es ist vielmehr ein unterscheidendes Kenn-zeichen des rechtschaffnen Mannes, denselben zuleisten, und stets Gott, dem Gewissen und derPflicht, mehr als den Menschen zu ge-horchen. Nie leuchtet seine Tugend heller, niezeigt sich seine menschliche und christliche Würdein einem glänzendern Lichte, als wenn er, nachdem schönen Ausdrucke eines edlen Dichters, mit-ten im Tumulte Verbrechen befehlender Bürger,und vor dem Angesichte drohender Tyrannen, un-erschrocken und standhaft auf dem Wege derPflicht beharret. Dieser edle feste Sinn fürWahrheit und Recht, gleich unbeugſam fürg, gleich erhabenSchmeicheley und Bedrohüber Hoffnung und Furcht, kann nur von einemTyrannen oder Selaven, mit dem Nahmen auf-rührischer Gesinnung belegt werden. Jeder Recht-gesinnte siehet und verehret darinn die festesteStütze der Wahrheit, der Gesetze und gesetzli-chen3 3