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347Möchte es dir gefallen, o Vater des Lichts undder Wahrheit! diese Betrachtung für unsern Ver-stand und unsre Herzen recht wichtig und frucht-bar zu machen. Laß es uns heute erkennen, daßzwar nichts edler und rühmlicher sey, als dasVerlangen die Freyheit und Wohlfarth unseresVaterlandes und unseres ganzen Geschlechtes,selbst mit eigner Aufopferung, zu befördern; daßaber dieser in sich so würdige und dir so wohlge-fällige Zweck, nie durch unsittliche Mittel erreichtwerden dürfe, nie dadurch erreicht werden könne.Laß uns, in dieser Erkenntniß, den Entschluß er-neuern, nie von dem Wege der Pflicht, und derchristlichen Rechtschaffenheit abzuweichen, sondernnur auf demselben unsere eigne, so wie unseresVaterlandes und unseres ganzen Geschlechtes hö-here Wohlfarth zu suchen. Flöße uns vornehm-lich wahre Bescheidenheit und Demuth ein, dievor allen uns von dir verliehenenen Fähigkeitenund Kräften froh und dankbar den würdigsten Ge-brauch macht, aber nie dabei ihre Schwachheitund Mängel vergißt; nie sich mehr zutraut, alssie zu leisten vermag; nie sich stolz über andereerhebt, oder die Macht und Größe von andernan sich zu reißen strebt. Denn nur dann könnenwir dir ganz wohlgefallen, und unsere menschlicheund christliche Würde behaupten, wenn wir dasGute, darum weil es gut iſt, und unſere Pflichtes von uns fordert, ohne eigennützige Rücksichtauf