Druckschrift 
3 (1800)
Seite
331
Einzelbild herunterladen
 

331behaupten; das erwirbt uns Ruhm und Ehrebey allen Rechtschaffnen und Guten, und selbst dieEhrfurcht und das Vertrauen der Bösen. Wenndiese auch weder in Grundsätzen noch im Ver-halten mit uns übereinstimmen; wenn sie sichauch noch so viele Mühe geben, jene lächerlichoder dieses verhaßt zu machen; so müssen siedoch in dem Innersten ihres Herzens, mit demredlicheren Theile unserer Brüder, einem Men-schen von so festem Sinn' und Character, daseinmüthige und wahre Zeugniß ertheilen: Dasist der völlig rechtschaffne und ehrwürdige Mann,dessen Inneres mit seinem Aeußeren, dessenGrundsätze mit seinen Handlungen, im schönstenEinklange stehen; der nicht anders redet, als erdenkt, und nicht anders handelt, als er denketund redet; der rechtschaffne und ehrwürdigeMann, auf dessen Worte man trauen, auf des-sen Grundsätze man sich verlassen, dem man beyjeder Gelegenheit seine Sachen ruhig anvertrauen,sicher übergeben kann, ohne befürchten zu müs-sen, von ihm hintergangen oder verrathen zuwerden; der rechtschaffne und ehrwürdige Mann,dessen Beyspiel nur erst einmahl alle nachahmendürften, um sich und ihr Vaterland recht zu-frieden und glücklich zu machen. Es wird selbstnicht an Gelegenheiten fehlen, wer auch dieBösen und Lasterhaften diese ihre innere Werth-ſchätzung des ſtandhaften Tugendfreundes, f.fent⸗