Druckschrift 
3 (1800)
Seite
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29euer Glück, vorzüglich in der Behauptung eurermenschlichen und christlichen Würde, in der in-eren und äußeren Uebereinstimmung zwischeneuren Grundsätzen und eurem Verhalten, indem guten Zeugnisse eures eignen Gewissens,und in dem ermunternden Bewustseyn von derGunst eures Gottes, und von wahrer Achtungund Liebe bey allen, euch gleich gestimmtenrechtschaffnen Menschen zu suchen!Unstreitig ist es schwer, so fest, so unerschüt-terlich in guten Grundsätzen zu seyn, und mit-ten unter allen Täuschungen falscher aber blen-dender Lehren, mitten unter allen Verführungender Welt, und den Reizungen eigner Leiden-schaften und Lüste, dennoch standhaft auf derBahn der Tugend zu beharren. Wir müssen,Um hierinn unsere Pflicht zu erfüllen, einen ge-raden Sinn für Recht und Wahrheit, ohngeach-tet aller Täuschungen und, Blendwerke des Irr-thums behalten; wir müssen dem Strome derMenge entgegenwirken, und oft einsam und ver-laſſen; das Ziel ihres unwürdigen Spottes ſeyn;wir müssen uns selbst und unsere Leidenschaftenbekämpfen, und lieber unsere angenehmstenWünsche aufopfern, als einmahl wissentlich vonder Bahn der Tugend abweichen. Damit unsaber diese Schwierigkeit von unserem Strebennach Feſtigkeit und Standhaftigkeit in gutenGrund-