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328selbst gefallenden, und die menschliche Tugendmit der menschlichen Wohlfarth vernichtendenAfterweisheit. Das ist der gefährlichste und un-glücklichste Fallstrick, durch welchen schon so vieleins Verderben versenkt sind. So mancher, dernach guten Grundsätzen, rechtschaffen dachte undjebte, würde gewiß jezt nicht auf dem Wege.der Sünder, und dem Sitze der Spöt-ter gefunden werden, wenn er sich nicht blind-lings darinn geſtürtzt hätte. Nie werdet ihr.deßwegen fest werden in Grundsätzen, nie durchbeharrliche Tugend eure eigne und anderer Zu-friedenheit und Wohlfarth befördern, wenn ihrnicht, vornehmlich in unseren Zeiten, der Er-mahnung des Apostels folgt, und nüchternseyd und wachet! Wenn ihr euch nicht ge-gen euch selbst, gegen eure Lüste und Leiden-schaften waffnet! Wenn ihr nicht eurer Eigen-liebe die rechte Richtung gebt, und nur nachwahrer Ehre strebt! Wenn ihr nicht jene falscheSchaam in euch unterdrückt, die vor der Wahr-heit und Weisheit erröthet, und sich mit derThorheit und Unwiſſenheit brüſtet! Wenn ihrnicht ein Herz fasset, einem herrschenden aberfalschen Geschmacke, der Mode, den Vorurthei-len, den Sitten und Gewohnheiten des großenund elenden Haufens durch Wort' und Werkeentgegen zu arbeiten! Wenn ihr nicht recht-chaffen und edel genug seyd, eure Ehre undeuer