3¹⁴der Kirche ist indessen da. Der Mensch der Sün-de, das Kind des Verderbens, welche den Tem-pel Gottes einnehmen, und ihre eigne Vernunft-an Gottes Statt setzen, haben sich deutlich, undnur zu auffallend, gezeigt. Die ganze Revolu-tionsgeschichte so vieler Länder unserer Zeiten,und so viele allenthalben verbreitete Stifter undAnhänger des Aufruhrs und der Umwälzung, stel-len vor unseren kummervollen Blicken, einen verab-scheuungswürdigen Haufen, von geizigen, ruhm-räthigen, und hoffärtigen Menschen, auf, welche ih-rem Eigennutze und ihrer Ehrsucht die Ruhe und dasGlück der Welt und Nachwelt aufzuopfern bereitsind; einen Haufen von undankbaren, ungeisti-gen, störrigen Lästerern alles dessen, was sonstdes guten und gefühlvollen Menschen Ehrfurchtund Liebe verdient, von hartherzigen wildenVerräthern ihres eignen Vaterlandes, und ver-messenen Frevlern an dem Gebäude der mensch-lichen Wohlfarth, die aufgeblasen vom Wahne,und trunken von Wohllust, in der That nurBrunnen ohne Wasser, und vom Windwirbelumgetriebene Wolken, die Knechte des Verder-bens sind, ob sie gleich mit stolzen, hochtraben-den Worten die bethörte Menge berücken, undanderen Freyheit verheißen.In solchen Zeiten und unter solchen Umstän-den ist sowohl ein vorsichtiges und behutsames,als
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3 (1800)
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314
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