311sucht im Staat und in der Kirche. Ueberall wird,hier öffentlich, dort heimlich, Aufruhr, Empö-rung, Umwälzung gepredigt. Furchtbar undverheerend sind die Erscheinungen und Auftritte,die wir bisher in so manchen Ländern wahr-nahmen. Noch furchtbarer und verheerender wer-den vielleicht die Folgen seyn, womit sie die Zu-kunft bedrohen. Vielleicht, und wahrscheinlich,muß das aber alles, aus weisen obwohluns verborgenen Gründen so seyn. Vielleichtund wahrscheinlich kann die höhere Bildung undGlückseligkeit des menschlichen Geschlechtes, nurauf diesem Wege des vorhergehenden größerenVerderbens, am leichtesten und sichersten erreichtwerden. Vielleicht und wahrscheinlich können un-sere späteren und spätesten Nachkommen den Gi-pfel der wahren Freyheit und Wohlfarth nur durchdie herben Leiden dieses und der folgenden Ge-schlechter ersteigen. Vielleicht und wahrscheinlichkann das Reich Christi, welches ein Reich derWahrheit, der Freyheit, der Tugend und dauer-haften Glückseligkeit ist, hier auf Erden nichtallgemeiner erscheinen, wenn nicht zuvor auchder Abfall, der Unglaube, das Sittenverderbengekommen ist, und seine Herrschaft weit umherverbreitet hat. Mir scheinen wenigstens die Win-ke, welche uns in dieser Rücksicht die Apostelunseres Herrn geben, eine ernsthafte Aufmerk-samkeit zu verdienen. So oft sagen sie es unsdeut-
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