293tzige Rücksichten wenigstens weit mehr bey ihnenals die Wohlfarth ihrer Mitbürger, und das all-gemeine Beste, gelten? Daß dieses bey ihnennur eine Nebensache ist, deren Werth stets vordem eigenen Nutzen, vor der selbstsüchtigen Be-förderung des eigenen Wohlstandes, oder dereigenen Ehre verschwindet? Und wie könntet ihrin diesem lezteren Falle, ihrem Rufe folgen,und ihren Versprechungen trauen? Wie euchmit ihnen zur Wiederherstellung, oder Vermeh-rung, oder Erhaltung der allgemeinen Freyheitund Wohlfarth verbinden? Mit Menschen de-ren Sitten und Verhalten, sobald sie allgemeinwerden, nothwendig jede Art der Freyheit undWohlfarth vernichten? Die selbst keine von denPflichten erfüllen, auf deren Erfüllung diese,wie auf ihrer Grundlage, ruhen? Vor derenEigennutze und Selbstsucht nichts sicher und hei-lig ist, indem sie stets bereit sind, diesen ihrenherrschenden Leidenschaften, alles, selbst dieWohlfarth ihrer Mitbürger, und das Glück derganzen Menschheit zu opfern? Kann manauch Trauben lesen, von den Dornenoder Feigen von den Disteln? Und be-weisen es nicht diese Früchte ihres bisherigenVerhaltens, jedem nicht ganz gedankenlosen un-ter uns, mehr als hinlänglich, wie sehr wiruns bey ihnen vorsehen müssen, um nicht,durch die täuschendsten Worte und Versprechun-gen
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3 (1800)
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