—und Kräfte erlauben, und, indem sie zwar seineRechte erkennen, doch auch, und noch weit mehr,seine Pflichten bestimmen. Nur da gelten, ihremUrtheile zufolge, Freyheit, und Gleichheit, undmenſchliche Rechte; nur da blühen Aufklärungund Bildung, und eröffnen die reizendste Aus-sicht auf die künftige höhere Wohlfarth und Voll-kommenheit unseres Geschlechtes, wo das Volkselbst, durch selbsterwählte Stellvertreter und vonihm selbst gegebene Gesetze regiert; wo aller Un-terschied der Stände aufgehoben ist, und dieSchranken niedergerissen sind, welche so lange ei-ne unglückliche Scheidewand zwischen Menschenund Menschen ausmachten. Wer in dieses Ur-theil nicht einstimmt, der ist entweder von Vor-urtheilen des Herkommens und der Gewohnheitverblendet, oder ein Tyrann seiner Brüder, oderdoch ein Begünstiger tyrannischer Gebräuche undSitten, ein Feind der menschlichen Freyheit undder größeren menschlichen Wohlfarth, eben sosehr Sclave von andern, als andere zu unter-drücken geneigt. Wer ihren Versicherungen glaubt,und mit ihnen nach einerley Grundsätzen handelt;wer an dem alten Gebäude niederreissen und dasneue aufführen hilft; wer sich aller nur möglichenMittel zur Erreichung des ersten und letzten End-zwecks bedient, und andere zur Annahme desnemlichen Planes, derselben Mittel beredet; dernur, ist bey ihnen, verständig, wahrhaft weiseundS 3
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3 (1800)
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277
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