242um deßwillen nicht des Leibes Gliedſeyn? — Wenn alle Glieder ein Gliedwären, wo bliebe der Leib? DerGlieder sind viele, aber der Leib isteiner. Es kann das Auge nicht sagenzur Hand, ich darf deiner nicht. Oderdas Haupt zu den Füßen, ich darf eu-rer nicht. Sondern vielmehr dieGlieder des Leibes, die uns dänkendie schwächsten zu seyn, sind die nö-thigsten. — Gott hat den Leib alsovermenget, — damit die Glieder füreinander gleich sorgen. Und so einGlied leidet, so leiden alle Gliedermit; und so ein Glied wird herrlichgehalten, so freuen sich alle Gliedermit. Was könnte uns wohl glücklicher machen,als dieser edle „Wetteifer aller Stände in dertreuen Erfüllung der Pflicht? Als das gegen-seitige Zutrauen, welches aus demselben so na-türlich entsteht? Und wie könnten wir wohl je-ne elende Neuerungssucht stärker und kräftigerbeschämen und aus unserer Mitte verbannen,deren alles verheerende Wirkungen, ſo oft nuraus dem geschäfftigen Müßiggange, aus demunsittlichen Streben, nur außer sich, aber nitin dem angewiesenen und bestimmten Berufe,mit Kraft und Treue zu wirken, entspringen?Die ebendadurch für den einzelnen Menschen ei-ne
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3 (1800)
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