235Rechte des Volkes gehöre. Zeigt ihr es nun,durch eure Gesinnungen und euer Verhalten,daß ihr Gehorsam, Ehrfurcht und Liebe gegenObrigkeiten und Gesetze als die ersten Pflich-ten rechtschaffner Menschen betrachtet. Machtes auch durch Gründe und Beyspiele, die euchallenthalben so nahe sind, jedem einleuchtend undklar, daß der Aufruhr zur Zerrüttung und Auf-lösung der Staaten hinführe, und also nur inso ferne zu den Rechten eines Volkes gehöre,als dieses die Macht habe, sich selbst in unab-sehbares Elend zu stürzen. Dieses Verhalten,welches sich so sichtbar von dem Betragen derVolksaufwiegler unterscheidet, wird sich auch in al-len seinen Wirkungen eben so sehr von demsel-ben auszeichnen. Da wo sie herrschen, sehenwir Unſtcherheit und Unruhe; Unter uns dannSicherheit und Ruhe. Unter ihnen Unordnungund Verwirrung, unter uns Uebereinstimmungund Ordnung; unter ihnen Tücke und Verrathunter uns Aufrichtigkeit und Treue; unter ihnenMißtrauen und Elend; unter uns Zutrauen undGlück; unter ihnen Verwüstung und Mord; un-ter uns Wohlfarth und Leben. Wie könntet ihrnoch einen Augenblick anstehen, wozu ihr euchentschließen wollt? Oder wie die Größe und Hei-ligkeit der Pflicht des Gehorsams und der Ehr-furcht gegen Obrigkeit und Gesetze verkennen,zu.
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3 (1800)
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235
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