Druckschrift 
3 (1800)
Seite
232
Einzelbild herunterladen
 

232und Wohlfarth erhalten; wo aber Obrig-keit ist, die ist von Gott verordnet.Wer ſich nun wider die Obrigkeitsetzet, der widerstrebet Gottes Ord-nung; die aber widerstreben, werdenüber ſich ein Urtheil empfangen, we-gen des frechen Ungehorſams gegen den höchſtenBeherrſcher der Welt, und wegen der Verwir-rungen und des Elendes, die sie in seinemReiche verbreiten; es ist wahr, und aus derNatur der Dinge geschöpft, was er sagt: DieGewaltigen ſind nicht den guten Wer-ken, ſondern den böſen zu fürchten;willſt du dich nicht vor der Obrigkeitfürchten, ſo thue Gutes, ſo wirſt duLob von ihr haben. Denn ſie iſt Got-tes Dienerinn, dir zu gut; zur Grün-dung und Erhaltung deiner eigenen Wohlfarth.Thuſt du aber Boͤſes, ſo fürchte dich;denn sie trägt das Schwerdt nicht um.sonst, ist nicht vergeblich mit Macht und An-sehen begleitet; sie ist Gottes Dienerinn,eine Rächerinn zur Strafe über den,der Böses thut. Es ist eine sehr schöneund sehr edle Ermahnung desselben Apostels,die er ganz im Geiste des Christenthums giebtSeyd nun aus Noth, mit vernünftigerRücksicht auf die Natur der Sache, und denganzen Zustand der Menschheit, Unterthan,nicht