199Verfassung zu kümmern, eine solche, welche dieRuhe, die Wohlfarth, die Bildung und Vollkom-menheit des ihr unterworfenen Volkes, zum vor-nehmsten Gegenstande, zum lezten Ziele ihrerBemühungen macht.Was könnte sie wohl kräftiger darinn unter-stützen, was gerader und sicherer zu diesem erha-benen Ziele hinführen, als eine Lehre, welchesich durch die einfachsten und einleuchtendstenGrundsätze an dem unverdorbenen Verstande undHerzen, als wahr und göttlich rechtfertigt? Welcheso unmittelbar und sicher darauf hinwirkt, allejene, die Wohlfarth der Völker vernichtende,und die Staaten selbst zerrüttende Laster, unterihren Verehrern, schon im Keime zu ersticken,und sie dagegen mit allen Tugenden zu erfüllen,die die Ehre und das Glück der Menschheit festgründen? Welche, mit einem Worte, die reinsteSittlichkeit lehrt, erweckt und befördert?Ja so lange der Glaube an menschlicheBestimmung und Würde, nach den Grund-sätzen des Christenthums, den Geist des Men-schen erhebt, und das Herz zum Guten erwärmt,so lange wird er sich nicht durch thierische Sinn-lichkeit, durch Ueppigkeit, Weichlichkeit, Wohl-lust, unter sich selbst erniedrigen, und seine ei-gege höhere Bestimmung und Würde durch nie-drige Ausschweifungen erst beflecken, und danngänz⸗
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3 (1800)
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199
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