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180Billigkeit, an Wohlwollen und Wohlthun, anGroßmuth und Liebe immer ähnlicher zu werden,und jede mit diesen Tugenden streitende, uned-le, eigennützige Gesinnung zu verabscheuen, undzu uns zu ersticken! Ohne alle unsere Brüder undSchwestern auf Erden mit der reinsten Liebe zuumfassen, und ihre Zufriedenheit und Wohlfarthals unsre eigne zu befördern! Ohne selbst Leidenund Trübsal und Tod gerne und standhaft zudulden, wenn dadurch das Beste unserer Brü-der vermehret, ihre Glückseligkeit wieder herge-stellt oder befestigt werden kann! — Und deinBeispiel, dein Verhalten im Leben, im Leidenund Tode, wie könnten wir es sehen und be-trachten, ohne darinn den Werth und die Wür-de der Tugend, den Adel der menschlichen Na-tur, und der treuen Pflichterfüllung Seligkeit zuerblicken? Wie es sehen und betrachten, ohnevon dem edelsten Eifer, dir nachzuahmen, ent-flammt, dir in Gesinnungen und Neigungen,im Leben und Wandel immer ähnlicher undgleichförmiger zu werden, und mit dir auf demWege der Tugend und Pflicht, nach dem Zieleder Vollkommenheit zu streben?Ja, die Religion Jesu Christi ist es, welchedie Sittlichkeit des Menschen, und also auchdie Tugend eines Volkes sicherer und kräftigerals jedes andere Mittel befördert. Eine Wahr-heit, welche uns wenige Anmerkungen in ein-helleres Licht ſetzen werden.