176Guten, immer vollkommner und immer Glück-ſeliger zu werden.Das Christenthum erweckt und befördert end-lich die Sittlichkeit, durch den Glaubenan die Menschheit / durch jene ihm so we-sentlich eigene, aus allen seinen Grundsätzenentspringende Lehre, von der innigsten Verbin-dung und Gemeinschaft der Menschen unterein-ander. Als ein Verehrer Jesu Christi sehe ichin allen Menschen, ohne Unterschied des Volkes,des Landes, der Sprache, eine große zahlreicheFamilie eines gemeinschaftlichen Vaters, derenGlieder alle mit mir durch die engsten und ehr-würdigsten Bande als Brüder und Schwesternverknüpft sind, weil sie alle mit mir einen Ur-sprung, eine Natur, eine Bestimmung haben,alle mit mir, obgleich auf mannichfaltige Weise,doch immer denselben Gott und Vater verehren.In einem jeden von ihnen ehre ich die Züge derGottheit, die Würde und den Adel der mensch-lichen Natur. In jedem sehe und schätze ich ei-nen Gefährten auf dem Wege des Lebens, einenMitg. nossen der Freuden und Leiden desselben,den künftigen Bürger einer beſſern Welt, undMitkämpfer Im den Preis der Unsterblichkeit,der nicht einem oder wenigen, sondern allen, dieernstlich darum kämpfen, zu Theil werden soll.Und wie fähig und geneig, muß uns nicht dieseDen-
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3 (1800)
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176
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