160und eben darum desto schändlichere Knechtschaftnicht unwerth! und wenn du je im Kampfe er-mattest, so stärke dich, nebst dem Gedanken andeine höhere Bestimmung und Würde, die Hoff-nung des edelsten Sieges, der Blick auf dielichtvollen Gegenden, jenseits des Grabes, wodir der Preiß der Unsterblichkeit, der höherenVollkommenheit winkt!Demnächst erweckt und befördert das Chri-stenthum die Sittlichkeit durch den Glaubenan Gott. In ihm stellt es uns das höchsteMuster der sittlichen Vollkommenheit und Gü-te, das erhabenste und seligste Wesen auf, des-sen Willen und Absichten eben so heilig undrein, als seine Handlungen sind. Er unserSchöpfer ist, nach seiner Belehrung, heilig undgut, und darum will er auch, daß seine mitVernunft und Unsterblichkeit gezierten Geschöpfe,heilig und gut werden sollen. Allenthalben, inder Natur, wie in der Offenbarung, durch dieVernunft wie durch die Religion, zeigen sich mirdie Spuren seiner höchsten Weisheit und Güte.Ich kann ihm darinn ähnlich werden, wenn ich mirſeine Vollkommenheit zum Muſter der Nachahmungnehme, wenn ich meinen Willen reinige und heilige,und einen reinen, guten, heiligen Willen durch meinganzes Verhalten beweise. Ich kann ihm darinn ähn-lich werden, wenn ich die von ihm erhaltenen Anlagenund Fähigkeiten, nach seinem Willen, und zur Be-för-
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3 (1800)
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