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158gend erreicht wird. Dazu sollst du hier schondurch redliche Pflichterfüllung im Thun und imLeiden den Grund legen, um auf diesem Grundjenſeits des Grabes, im Lande der Unſterblich.keit, fortzubauen. Hier sollst du aussäen,dort aber, erndten. Wohl dir, wenn dunicht müde wirst im Guten, wenn du stand-haft auf der Bahn der Pflicht und Tugend be-harrest, dann wirst du einst erndten oh-ne Aufhören. Um deine Bestimmung gewißzu erreichen, um ganz so glücklich, so vollkom-men zu werden, wie du nach deinen Anlagenund Fähigkeiten, und nach der Absicht deinesSchöpfers werden kannst und sollst, muß deineVernunft, deine Sinne beherrschen, das Ge-ſetz deines Geiſtes, die Vorſchrift deinerhöheren sittlichen Vollkommenheit, das Gesetzin deinen Gliedern, jede ungerechte undunbillige Forderung deiner Lüste und Begierdenbey weitem überwiegen. Ist dieser Kampf desGeistes mit dem Fleische, der Lust mit derPflicht, des Guten mit dem Bösen, oft gleichbeschwerlich und hart, so ist er dennoch nichtweniger nothwendig und gut. Dadurch alleinwird deine Tugend geprüft und geläutert, deinegeistige Vollkommenheit erhöhet; und dir derGenuß der edelsten, der dauerhaftesten Freudengesichert. Rüste dich also mit frohem Muthe,zum edelsten Kampfe! Sey, auch in der gröstenGe⸗