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138kället; dann wird unter einem solchen, nurhalbgebildeten Volke die Sinnlichkeit zwar fei-ner, aber auch zu allen Arten der Unsittlichkeitverführerischer und reizender werden; dann zeigtsich das Laster unter ihm in tausend neuen Ge-stalten, wovon die eine mehr noch als die an-dere blendet. Witzige und feile Schriftſtellerübernehmen die Lobrede desselben. Es wird nachGrundsätzen gelehrt, und nach Grundsätzen ge-übt. Schaamloß und frech, aber alle Lüste rei-zend, und buhlend um Beyfall, erhebt die Phi-losophie des Unglaubens und der Unsittlichkeitihr Haupt, um jede edlere Empfindung zu ver-drängen, und jedes dauerhafte Glück zu vernich-ten. Das allgemeine Verderben wirkt alsdennweniger auffallend und sichtbar, aber tief undalles Lebensglück langsam, nur soviel gewisserzerstörend. Es ist der Ort hier nicht, dieß wei-ter zu zeigen. Aber eine Bemerkung dringt sichmir hier, und wie ich glaube, jedem Nachden-kenden auf, die ich denn auch jedem von euchzu näherer Prüfung überlasse: Jene verworfe-nen Ränkeſchmiede und Stifter des Unglücksund der Schande, welche das Ende dieses Jahr-hunderts bezeichnen, nehmen offenbar alle fürdas Leben nützliche oder angenehme Wissen-schaften und Kenntnisse in ihren unwürdigenund schmachvollen Schutz, während dem sie dieeinzige, welche menschliche Herzen bessert undmit