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130ihre Gefahr und ihren Untergang zu entdeckenvermeint? Wenn wenige Menschen, die sich inihrer besondern Lage so leicht daran gewöhnenihren Nutzen und Vortheil von dem aller andernzu trennen, es sich anmaßen, diesen nur so vielLicht und Wahrheit zufließen zu lassen, als siees sich und ihrer, obwohl auch nur gewähntenWohlfarth für zuträglich halten? Nichts an-ders als daß die Eigenmacht und Willkühr ver-abscheuende Wahrheit, mit allen ihren Segnun-gen und Freuden, aus der Mitte ihrer unwür-diger Völker entflieht. Nichts anders, als daßUnwissenheit und Rohheit, oder Aberglaube undWahn in allen Arten des menſchlichen Wiſſens,aufs neue ihren Thron unter uns aufschlagen,und uns neue Fesseln und neues Elend bereiten.Und werden wir denn vor der drohenden Ge-fahr einer Auflößung und Zerrüttung der Staa-ten, der Zerstörung und Vernichtung alles öf-fentlichen Wohlstandes soviel gesicherter seyn?Um dieses zu glauben, müßte man uns erst be-weisen, daß unwissende Völker ruhiger undglücklicher, als gebildete leben, oder daß unterder Herrschaft des Aberglaubens und Wahnsnicht auch Empörung und Aufruhr, innere Zer-rüttung und allmähliche Auflösung der Staatenstatt finden können. Alsdenn wollten wir es zu-geben, daß die Ruhe und Sicherheit der Regie-rungen und Völker vielleicht mehr als ihre Bil-dung