128die bittere giftige Quelle ihres Elendes, und ih-res unvermeidlichen Verderbens ist uns ja dannnahe und sichtbar genug. Die Unsittlichkeit istes. Wehe den Völkern, unter welchen der ausihr entspringende alles verheerende Strom desVerderbens, in ſeinem Laufe nicht mehr gehemmtwerden kann! Unter welchen man sich auch nochdes einzig übrigen Rettungsmittels gegen seinerwüstungen, vorsätzlich, und in dem vermes-sensten Wahne beraubt hat! Und dreymahlwehe diesen Völkern, wenn in der That ihrewissenschaftliche Bildung und Aufklärung groß,und dagegen die sittliche klein ist! Wenn dieKöpfe unter ihnen gebildet, und die Herzenversäumt, oder gar in alle Lüste versenkt sind!Unaufhaltsam wird er dann fließen, unaufhalt-sam allenthalben Verderben verbreiten, und nurmit der Zertrümmerung aller Wohlfarth der Völ-ker, aufhören. — In solchen Zeiten, die durchUnsittlichkeit ohnehin wankenden Verfassungender Staaten, gewaltsam zu stürtzen, das möchtewohl, das unvermeidliche Verderben noch schnel-ler herbeyführen, und das Elend vermannich-faltigen heißen. Können wir es wohl leugnen,daß es die unsrigen sind, in welchen man den-noch Staatsumwälzungen mit solcher Leichtigkeitvornimmt? Und wir sollten uns noch über dentraurigen Ausgang dieser Unternehmungen wun-dern?Bey
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3 (1800)
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