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3 (1800)
Seite
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120sucht, Eigennutz und Golddurst, verderblicherEhrgeiz, Beſtechung und Verrath. Die ernſtereWeisheit selbst, den Ueberdruß und Hohn einesverzärtelten und lüsternen Geschlechtes befürch-tend, nahm an dem herrschenden Tone Theil,und schmeichelte, durch verderbliche, Tugendmordende Grundsätze, der Sinnlichkeit und denLüsten der Großen. Die allenthalben herrschende,und alle edlere Gesinnungen verdrängende Un-sittlichkeit; der Mangel an allen Tugenden, welcheallein ein Volk glücklich und groß machen, undgroß und glücklich erhalten, der Mangel an Ge-meinsinn, an Vaterlandsliebe, an öffentlicherTreue, die entschiedene und alles überwältigendeHerrschaft des Eigennutzes, der ungezähmtestenSelbstsucht und Ehrsucht, erzeugten auch unterihnen, was sie ihrer Natur nach hervorbringenmüssen, und stets hervorbringen werden, Er-schlassung und Entnervung aller Geistes= undKörperkraft; innere Zwietracht der verschieden-sten, nur ihren und nicht des Vaterlandes Vor-theil, suchenden Partheyen, die niederträchtig-sten Ränke, unaufhörlichen Verrath, und Bür-gerkriege und Mord. Konnten durch Lüsternheitund Ueppigkeit geschwächte, am Geiste und Kör-per erſchlaffte, durch innere Zwietracht und Rän-ke, in die verschiedensten und verderblichstenPartheyen zerrissene Völker, ihren Wohlstandblühend, ihre Staaten groß und mächtig erhal-ten,