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3 (1800)
Seite
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105klärung und Freyheit erblickt. So urtheilen, sosprechen, und darnach handeln aber auch oft Ei-gennutz und Herrschsucht, wenn sie bei dem al-lenthalben verbreiteten Lichte freylich ihre Rech-nung nicht finden, und so manchen, der Mensch-heit schädlichen, und nur ihnen nützlichen oderangenehmen Entwurf, nunmehr aufgeben, oderdoch unter weit größeren Hindernissen und Schwie-rigkeiten, als vorhin, ausführen müssen. Jenerwünschet aus der redlichsten, dieser aus geheimen,ihrem besondern Vortheile entsprechenden Be-weggründen, weniger Aufklärung und Freyheit,Einschränkung derselben bis auf einen gewissenGrad.Ohne' uns vorläufig auf die allerdings wichti-ge Frage einzulassen, ob dieſer Hemmung undEinschränkung möglich, ob sie wünschenswürdig,ob ein solcher Wunsch in sich sittlich und gutsey? wollen wir vorerst jene der größern Auf-klärung und Freyheit gemachte Beschuldigungenetwas reiflicher prüfen, und es nach der Ver-nunft sowohl als nach der Geschichte undErfahrung unterſuchen, ob ſie, das Elendund Verderben der Völker, den Untergang derStaaten, bewirken können, jemahls bewirkthaben, oder auch noch bewirken?Quillt, sagt der Apostel in unserem Texte,ein Brunnen, aus einem Loche, ſüß undbit⸗