84ste, die Wohlfarth des Vaterlandes, nach allenseinen Kräften zu befördern, und dieser willigund froh, Vermögen und Gut, ja selbst das Le-ben zu opfern? Beruht also nicht die Erhaltungdes Staates, das Glück und die Größe einesVolkes, auf jenen reinen und edlen Geſinnungen,des Gemeinſinns, der Vaterlandsliebe, die ſichin keine Verfassung hineinzwingen, durch keineGesetze befehlen lassen, die wir nur in den Her-zen tugendhafter, von einem hohen Geiste derSittlichkeit durchdrungener Staatsbürger finden?Und sind dieser die öffentliche Wohlfarth als sei-ne eigne betrachtende, wie seine eigne befördern-de Gemeinsinn, diese feurige, dem allgemeinenBeſten alles aufopfernde Vaterlandsliebe, odernicht vielmehr Selbstsucht, und Habsucht, undwidriger Eigennutz, das Eigenthum, das unter-scheidende Kennzeichen, lasterhafter, durch regel-lose Sinnlichkeit herabgewürdigter Zeiten und..Völker?.Wenn sich also Geschichte und Erfahrung undNachdenken darinn miteinander vereinigen, unszu belehren, daß vornehmlich die Tugend, dieSittlichkeit eines Volkes, das Glück und die Grö-sie desselben bewürke; wenn es eben so sehr derGeschichte, als der Erfahrung, und der gesundenVernunft widerspricht, sich unter einem in Unsitt-lichkeit, in Ueppigkeit, in Wohllust, in Trägheitund
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3 (1800)
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84
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