63sind, und sinken soviel tiefer in Elend, jemehrsie an äußerer Größe wachsen. Das ist freylichnicht immer der Fall. Wo er aber eintrifft, daliegt auch bey beyden einerley Ursache zum Grun-de, so wie wir es dann nie vergessen müssen,daß ein Volk aus lauter einzelnen Menschen be-steht. Was jeden einzelnen Theil elend macht,das muß am Ende auch dieſelbe Wirkung imGanzen hervorbringen. Die Ursache bey beydenist keine andere, als der Mangel innerer Güte,bey allem äußeren Glanze und Pracht. Davonwird uns diese fortgesetzte Betrachtung noch deut-licher überzeugen.Wenden wir nun unsere Aufmerksamkeit aufdie Mittel, welche man von jeher am meistenund allgemeinſten aber in den neueren Zeitenverſucht hat, das Glück und die Wohlfarth derVölker zu gründen, so ſehen wir die Weltweis-heit sowohl als die Staatskunst alle ihre Kräfteanstrengen, um dieses gewünschte, und in derThat wünschenswürdigste Ziel zu errrichen. Beydehaben sich zur Ausführung dieses großen Wer-kes vereinigt. Bald sind es Wissenschaften undKenntnisse, wodurch sie die Menschheit zu bil-den, und über ihre wichtigsten Angelegenheitenaufzuklären; bald ſind es auf Weisheit und Ge-rechtigkeit gegründete Gesetze, wodurch sie dieinnere Ruhe der Staaten zu befördern, und dieRechte
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3 (1800)
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