59keit zum Genusse, nur allein durch Mäßigungerhalten werde? Oder wird dieser, in den Au-genblicken, wo er jene ebenso bekannte als wah-re Regel überſiebt oder vergißt, jenem den Vor-wurf machen dürfen, daß er ihn zur Unzeit mitErinnerungen und Warnungen quäle? Ich fürchtealso unter billigen Menschen den Vorwurf derAnmaßung nicht. Ich will weder die Weisennoch die Staatsmänner, noch die Völker vondem, was zu ihrem Glücke dienet, belehrenNur erinnern will ich jene und diese an das,was die Wohlfarth der Nationen, wo nicht al-lein hervorbringt, doch gewiß allein fest unddauerhaft macht. Und wenn weder jene nochdiese einer solchen Erinnerung bedürfen; wennich mich selbst betrügen, und es bey längererErfahrung finden sollte, daß beyde nie von demgeradesten Wege zum Ziele abgewichen sind; sowird zwar auch dann dieser Vortrag niemandenschaden, und vielleicht vielen Unerfahrnen nützen;gewiß aber wird niemand mit froherem Herzenals ich, seine bisherige Täuschung erkennen.Laßt uns also getrost, mit allem Ernste, deneine so wichtige Sache verdient, die Frage?Was Völker und Länder glücklich undblühend mache? aufs neue untersuchen undbeantworten. Der jedermann bekannte Aussprucheines uns allen bekannten älteren Weisen, solluns
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3 (1800)
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